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Wunderschöner Bergblick
Bhaktapur – Nyatapola Tempel während des Festivals Gai Jatra
Bungmati - altertümliches newarisches Dorf
Gebetsfahnen
Feueropfer
Kathmandu Stadt
Machhapuchare Basislager, Annapurna Region
Bagala Pass - Unteres Dolpo
Frecher Affe
Sonnenaufgang, Kanjirowa Gebirge

Sabine und Temba: Deutsch-Nepalesisches Glück

Sabine Temba

Es war einmal eine reiselustige Deutsche, die sich nach Nepal aufmachte. Sabine lächelt, wenn sie erzählt: „Es war wie in einer Hollywood Lovestory, als Temba und ich zusammenfanden. Im Reiseführer stand, man laufe als Frau Gefahr sich in Nepal in seinen Guide zu verlieben: Allzu nett, sympathisch und liebenswert seien die Nepali.  Genauso war es gekommen. Unser Glück ist auch gut für Sie! Unsere Gäste profitieren von unserer nepalesisch-deutschen Verbindung: gute Verständigung, Kenntnis der europäischen Kultur – und trotzdem einheimische Tarife und „unbezahlbare“ Landeskenntnisse.“

Ein Insider weiß mehr!
„Wir lieben es, unseren Gästen Freundschaftsdienste anzubieten! Weil wir vor Ort sind, können wir spontan sein – und Gäste je nach ihren Vorlieben einladen – etwa zu einem Elefantenrennen, zum Tempelbesuch bei besonders fotogenem Licht, zu einer buddhistischen Zeremonie, zu einem Abendessen auf den Dächern von Kathmandu, zum Mitmachen bei der Reisernte…“ sagt Temba. 
Temba lässt Einblicke in sein nepalesisches Familienleben zu und erzählt: „Als ich 13 Jahre alt war, wurde ich verheiratet, da die Mithilfe einer Ehefrau als zusätzliche Arbeitskraft  für die Großfamilie erforderlich war.“  Fragen Sie Temba, wie er sein Leben seither gemeistert hat, wie er Träger war, wie er autodidaktisch Englisch lernte, es zum Guide brachte - und sich schließlich die Agentur aufbauen konnte, die nicht zuletzt auch seinen Verwandten Arbeitsstellen als Träger und Guide anbieten kann und so deren Familien unterstützt.

 

Temba Gyalbo Sherpa

Temba Gyalbo Sherpa

Da mein Großvater väterlicherseits ursprünglich aus Tibet kam und dem Volksstamm Sherpa angehörte, trage ich auch den Namen Temba Gyalbo Sherpa. In meinem Pass steht allerdings der offizielle Nachname Tamang. Ich bin geboren und aufgewachsen in Shyafru, einem Ort in der Lebensregion der ethnischen Gruppe Tamang. Alle Menschen, die dieser Volksgruppe angehören tragen den Nachnamen Tamang.

Im Alter von 15 Jahren habe ich begonnen Trekkingtouristen durch meine Heimatregion Langtang zu führen. Die damalige Anzahl der Trekkingreisenden ist mit heute nicht mehr zu vergleichen. Es waren nur sehr wenige, die nach der Öffnung Nepals im Jahre 1955 eine Abenteuerreise in dieses noch unbekannte Land wagten.

Seit über 30 Jahren bin ich im Trekking-Tourismus tätig und davon seit mehr als 12 Jahren als Bergführer in den Gebieten Everest, Annapurna, Mustang, Dolpo, Langtang, Kanchenjunga, Makalu, Simikot, Manaslu, Mt. Kailash, Sikkim und Darjeeling.

Im Jahre 2003 habe ich mit der Gründung meiner eigenen Trekkingagentur “Tembasnepaltrek“ den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. In 2008 haben wir eine Unternehmensumwandlung in “Tembas Nepal Trek & Expedition Pvt. Ltd.“ durchgeführt.

Mit Europa, insbesondere mit Deutschland und den dortigen Menschen fühle ich mich sehr verbunden. Viele male habe ich Europa und meine deutsche Zweitfamilie in Kirchheim (Neckar) sowie meine europäischen Freunde und Bekannten in Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Österreich, den Niederlanden und Spanien besucht. Ich hatte auch die Gelegenheit an wunderbaren Wanderungen im Tannheimer Tal (Österreich), im Schwarzwald (Frankreich und Deutschland) und in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich teilzunehmen.

Sabine Pretsch

Sabine

Bunte Lebendigkeit, Freude und Herzlichkeit, aber auch sehr einfaches, teilweise ärmliches Leben sowie eine Vielzahl an chaotischen Zuständen, Situationen und Herausforderungen jeglicher Art begegnen mir nun jeden Tag seit ich im Februar 2008 in Nepal angekommen bin.

Aber alle Situationen und Gegebenheiten lassen sich meistern und erscheinen nach einer Weile nicht mehr so wesentlich. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass ich mich in Nepal sehr wohl und heimisch fühle.

Mit Herzblut und großem Engagement betreibe ich sämtliche Public Relations Aktivitäten. Am meisten liegt mir die gegenseitige interkulturelle Verständigung und Toleranz am Herzen. So viel können wir Menschen unterschiedlicher Kulturen voneinander lernen und austauschen.

Aufgewachsen bin ich in Lorch, einem schwäbischen Ort, ca. 40 km von Stuttgart entfernt. Studiert habe ich in Schwetzingen an der Fachhochschule für Rechtspflege.

Nach meinem Examen im Jahr 1995 habe ich in Stuttgart in einer Rechtsanwaltskanzlei (eineinhalb Jahre) und in der Rechtsabteilung eines Autohauses (drei Jahre) im Bereich Zwangsvollstreckung gearbeitet.
Sieben Jahre war ich in einer Bank tätig. Sechs Jahre habe ich davon in der juristischen Abteilung gearbeitet. Zuerst zwei Jahre in der Stuttgarter Niederlassung im Bereich Unternehmensfinanzierung, danach in der Zentrale in Düsseldorf im Bereich Umwelt und Verkehr (Projektfinanzierungen, insbesondere Finanzierungen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen) sowie im Bereich Strukturierte Finanzierung (in- und ausländische Investitionsfinanzierungen sowie Exportfinanzierungen). Ein Jahr prüfte ich als Mitarbeiterin der Revision inländische und ausländische Niederlassungen der Bank.

Unsere Nachhaltigkeits-Philosophie

Temba Gyalbo Tamang Travelife Sustainability ManagerNachhaltiger Tourismus – Leitbild und Nachhaltigkeitserklärung:

"Tembas Nepal Trek & Expedition Pvt. Ltd., strebt einen grünen und nachhaltigen Tourismus in Nepal an“.

Unter der Beratung von  Travelife (Nachhaltigkeitssystem für Reiseveranstalter und Reisebüros) sind wir dabei Richtlinien zur Nachhaltigkeit  festzulegen und einzuführen. Diese Richtlinien sollen messbare Normen zur Reduzierung negativer Umweltauswirkungen, sozio-kultureller und wirtschaftlicher Auswirkungen von touristischen Produkten enthalten. Folglich werden wir  verschiedene Maßstäbe der Nachhaltigkeit betreffend Nachhaltigkeitsmanagement,  internes Management, Management der Zulieferkette, Reiseziel und Kundenbeziehungen festschreiben. Darüber hinaus sind wir dabei verschiedene Strategien (Senkung des Energieverbrauchs, Abfallwirtschaft, Verringerung der Umweltverschmutzung, etc.)  zu entwickeln um die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen von Travelife zu gewährleisten und somit eine Sensibilisierung für die Nachhaltigkeit innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu erreichen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt,  Verantwortung zu übernehmen für

  • den Umwelt- und Naturschutz
  • die Schaffung von Einkommen für die einheimische Bevölkerung und kleinen Unternehmen
  • die Ausbildung unseres Teams in wichtigen Themen der Nachhaltigkeit (z. B. interkulturell, ökologisch, organisatorisch, etc.)
  • die Unterstützung von sozialen Projekten in entlegenen Gebieten
  • die Kundenzufriedenheit durch eine sehr gute und persönliche Betreuung

zur Erreichung dieser Ziele verpflichten wir uns

  • mit der Umwelt und Natur in einer verantwortlichen Weise umzugehen
  • soziale und faire Arbeitsbedingungen zu schaffen
  • unsere Dienstleistungszulieferanten (Transport, Hotel, Ausflüge) in Richtung nachhaltigem Tourismus zu motivieren
  • bei sozialen Projekten lokaler Hilfsorganisationen als Freiwillige mitzuarbeiten
  • unsere Kunden in Richtung eines nachhaltigen Reiseverhalten zu ermutigen
  • gegenseitiges und interkulturelles Verständnis sowie Toleranz zu fördern

 

Weiter zu unserem Travelife Report

Nachhaltigkeits-Koordinator: Temba Gyalbo Tamang
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Führer und Träger

Portrait zweier Reisebegleiter (Reisebericht unseres Gastes Petra Jung, Auszug, November 2011)

Guidesandporters„ … Es blieb spannend: Wer würden Führer und Träger sein? Man macht sich ja so seine Gedanken. Wir beruhigten uns damit, dass Nepali durchweg nette Menschen seien. Und trotzdem: Wer würden die beiden sein, die uns in sechs Tagen über den Berg zu bringen hatten? Wem würden wir unser Gepäck auf den Rücken schnallen? Wie würde der Guide – selber wahrscheinlich fit wie ein Turnschuh – reagieren, wenn wir schwächelten? Würde er mit den Augen rollen, wenn die europäischen Füße Blasen schlagen oder die bürostuhl-geschwächten Knie den Dienst versagen?

Und dann kam Biru. Mit seinen 1,62 m ein kleiner Mann mit einem großen Herzen und ebenso breitem Lächeln. Fortan hatten wir Hilfsbereitschaft und Engagement in Person an unserer Seite. Biru erfüllte unkompliziert unsere Wünsche: Er half, wenn man beim Souvenirkauf einen günstigen Preis herausschlagen wollte, brachte sogar einen Kaffee zum Wachwerden an den Schlafsack und respektierte, wenn wir eine Rast oder einfach einmal Ruhe brauchten. Wir hatten eine Menge Spaß, wir haben viel gelacht – wir hatten gute Gespräche und konnten restlos alle Fragen stellen, die wir an einen Einheimischen hatten. Da Biru etliche Jahre als buddhistischer Mönch gelebt hatte, konnten wir auch viel über buddhistische Lehren und Gebräuche in Erfahrung bringen.

Ein eher stiller aber ebenso angenehmer Begleiter war Lobsang, unser Träger. Ein junger Mann und Familienvater von 21 Jahren. Dass ein potentiell schlechtes Gewissen, sein Gepäck nicht selber zu tragen, unangebracht sei, hatten wir schon gehört. In Nepal ist Träger ein angesehener Beruf. Dank der Offenheit unserer Begleiter hinsichtlich ihrer eigenen Lebensgeschichte begriffen wir nun aber endgültig, welche wichtige Rolle dem „Träger sein dürfen“ zukommt. Träger sind quasi die Praktikanten  im nepalesischen Tourismus, sie erwerben Kenntnisse über Wege, Routen, den Umgang mit Besuchern, um später einmal Guide zu sein. Lobsang rührte uns besonders dann, wenn er nachts leise und voller Sehnsucht nach Zuhause nepalesische Liebeslieder sang.

Unser ganz besonderes Erlebnis mit Biru und Lobsang war Poon Hill. In kalter Nacht um 4.30 h reihten wir uns in die Schlage von Touristen ein, die bis Sonnenaufgang 500 Höhenmeter zurücklegen, um auf dem Aussichtspunkt auf den Annapurna  in knapp 3.300 m Höhe den Sonnenaufgang zu erleben. Auf Poon Hill sollten nun unsere Gebetsfahnen in den Wind gehängt werden. Bestimmt touristisch dachten wir – aber es kam anders: Ungeachtet des Gewimmels einer internationalen Hundertschaft  fotografierender, plaudernder und vergnügter Menschen, kniete Biru in deren Mitte andächtig nieder, breitete die Fahnen vor sich auf der Erde aus, murmelte inbrünstig Weihegebete, bevor er sie so anbrachte, dass der Wind ihre Botschaft in die Welt tragen kann.  Später verriet er uns, dass er die nun im Himalaya flatternden Fahnen in ihren rituellen Farben uns und auch unserer Tochter zuhause sowie verwandten Kindern gewidmet hatte. Danke Biru! Danke Lobsang! …“

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  1. Unser soziales Engagement

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